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‚CASTELLO DI PIETRAROSSA‘, DIE KIRCHE ‚SANTA MARIA LA VETERE‘ UND DER MONUMENTALFRIEDHOF

Caltanissetta
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Castello di Pietrarossa-Elena La Spina-2

Im Mittelalter fiel das 'Castello di Pietrarossa', das vielleicht wegen der rötlichen Farbe der Ziegelsteine seiner drei Türme so genannt wurde, unter allen Burgen auf, die Königen und adeligen Herren der Provinz Caltanissetta Schutz sicherten. Diese vermutlich um das Jahr 900 von den Arabern in einer strategisch günstigen Position auf einem Kalkfelsen über einem Abgrund gebaute Burg, die das Tal bis zum Fluß Salso beherrscht, war wegen der Ereignisse, die hier im Laufe der Jahrhunderte vorfielen, eine der wichtigsten Burgen Siziliens. Als die Araber vertrieben waren, siedelten sich die Normannen mit Graf Roger an. Im Jahr 1150 wird Adelheid von Savona, die Enkelin von König Roger in der Kapelle begraben. Danach wird die Burg unter dem Haus Anjou bis 1282 einem französischen Kastellan übergeben, als Sizilien nach der Sizilianischen Vesper an die Krone von Aragonien fällt. Dies ist auch die größte Glanzzeit der Burg, die als Sitz von drei sizilianischen Generalparlamenten gewählt wurde, um dann im Jahr 1407 auf Zugeständnis von König Martin an Matteo II. Moncada überzugehen. Bis zur Abschaffung des Lehenswesens verblieb die Burg in den Händen der Moncada, den Herren von Caltanissetta. Nach dem unheilvollen Erdbeben von 1567 gehört das, was von der antiken Festung verblieb, heute der Gemeinde von Caltanissetta. Zu Füßen der Burgsüberreste bewahrt uns die normannische Kirche von 'Santa Maria degli Angeli', die ab dem 17. Jahrhundert 'Santa Maria la Vetere' genannt wurde, um sie von der neuen Mutterkirche des Namens 'Santa Maria la Nova' zu unterscheiden, ein herrliches Eingangsportal aus Sandstein im gotischen Stil. Der Sakralbau mit einem einzigen Kirchenschiff wurde nach der Unterdrückung der religiösen Orden im Jahr 1866 von allen Einrichtungsgegenständen, Bildern und Wanddekorationen, sowie den Altären befreit, weil er 1601 den Minderbrüdern gespendet wurde, die daneben ihr Kloster errichteten. Heute sind Kirche und Kloster nach Restaurierung und Befreiung von den in 150 Jahren entstandenen Missbräuchen wieder ihrem Nutzungszweck übergeben worden. In der Nähe der Kirche 'Santa Maria degli Angeli' und des 'Castello di Pietrarossa' beginnt im Jahr 1878 der Bau des sogenannten Monumentalfriedhofs der Engel auf einem Lehmhügel, der das südliche Imera-Tal dominiert. Hier kann der Besucher, wenn er durch die gewundenen Wege läuft, einen Panoramaausblick auf die Landschaften von Landesinneren und Süden der Insel mit ihren Lehmhügeln und Ödländern genießen. Dieser Friedhof, der zu den ersten Monumentalfriedehöfen Italiens gehört, besitzt reiche Adelskapellen: Auffallend sind die Beiträge von Francesco Biangardi und Michele Tripisciano. Von ihm muss man bei den Marmorwerken an die Madonna auf dem Thron mit Kind erinnern: Davon ist eine Gipskopie in gleichnamigen Museum der Stadt aufbewahrt.

 

 

 

 

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