Önogastronomie
Manche lieben gekochte, andere rohe Speisen; manche Süßes, andere Gesalzenes: Die önogastronomische Landschaft des ‘Distretto delle Miniere’ ist ebenso vielseitig wie sein Gebiet, wie die Städte, Ortschaften und hier gesprochenen Dialekte. Beginnen könnte man mit den schwarzen Spaghetti vom Tintenfisch oder den ‘totani ripieni’, gefüllten Pfeilkalmaren, aus Porto Empedocle, um dann nach der Ausflugstradition für eine Strecke zwischen Meer und Bergen ins Landesinnere hochzufahren. Hier trifft man auf die sogenannten “fogliamari”, antike und erfahrene Personen, die auf dem Land alle Wildgewächse sammeln, die der Boden hergibt, seien dies nun Spargel oder wilder Fenchel aus Montallegro. Und als ob die auf den Feldern und in den Wäldern angetroffenen Kräuter nicht reichten, basteln die Bewohner dieser Landstriche Gerichte aus geheimen Rezepten, die unvergesslich bleiben werden: Hierzu gehört das sogenannte ‘carne murata’, ein Fleischgericht aus Cattolica Eraclea, die ‚Busiati‘-Nudeln mit Schweineragout aus Ravanusa, die 'mpanati con spinaci‘, panierter Spinat aus Butera (und wenn es Salsiccia-Wurst oder Kartoffeln gibt, wird es unübertroffen), sowie die sogenannten ‘mbriulate‘, einem Brotteig aus Campofranco, mit Oliven- und Zwiebelfüllung. Besondere Erwähnung verdienen die Süßspeisen: Die ‘Cubaita’, der Torrone mit Mandeln, Honig und Pistazien aus Agrigent steht mit den sogenannten ‘virciddati‘ aus Mandeln und Honig aus Butera, der ‘Cuccia’ aus Getreide und gekochtem Wein aus Montedoro, sowie den ‘Buccellati’ aus Milena und dem mythologischen ‘Cannolo’ mit antiken Ursprüngen oder dem Torrone und dem ‚Rollò‘ aus Caltanissetta im Wettstreit. Der Distrikt sorgt nicht für önogastronomischen Plattheiten. Vielmehr machen wir eine bewegte Erfahrung zwischen Kulturen und Geschmäckern.















