Kunst und Archäologie
Agrigent, aber auch nicht nur Agrigent. Sie ist “die schönste der sterblichen Städte”, die uns zunächst, seit ihrer Begründung, eine zweieinhalbtausend-jährige Geschichte erzählt. Allerdings weiß auch der Rest des Gebiets sich mit seinem weitläufigen und tiefgreifenden Gewebe von Orten und intriganten Bauwerken in Szene zu setzen. Von Süden nach Norden, vom Kolymbethra-Garten bis zur griechischen Architektur des Tals der Tempel, von den 45.000 antiken Bänden der ‘Biblioteca Lucchesiana’ von Agrigent bis zur zeitgenössischen Kunst des sanierten Favara (Farm Cultural Park), von der ‘Villa Romana’ von Realmonte bis zum Archäologiebereich von Eraclea Minoa oder der Nekropole von Vassallaggi in San Cataldo, von den im gesamten Gebiet verbreiteten Kirchen bis zum Archäologiebereich von Gibil Gabib, von den Archäologiemuseen von Caltanissetta, Marianopoli, Milena, Agrigent, Ravanusa und Casteltermini bis zu den Ethnografischen Museen von Marianopoli und Sommatino möchte sich der Distrikt in vielfältiger Weise mit all seinen Besonderheiten und Reichtümern erzählen, die ihn auszeichnen. Kirchen, Bürger- und Adelspaläste, Industrie- und Bergbaugebäude, die zu Kulturstätten umgeformt wurden, mehr oder weniger (oder überhaupt nicht) bekannte Archäologiebereiche in suggestiven Positionen wie Sabucina im Tal des Salso oder Eraclea Minoa steil über dem Meer, sind Ressourcen, die das weitläufige Gebiet des Distrikts voller Stolz und Aufmerksamkeit bewahrt. Hierbei zeugt jedes Teil dieses Kulturerbes von Zivilisation, bildet aber gleichzeitig eine starke Brücke in Richtung Zukunft. Und man trifft nicht nur Angestellte, Wächter und Verantwortliche dieser Stätten und historischen Gebäude, die sie schützen und erzählen. Vielmehr ist ein Großteil der lokalen Gemeinschaft immer für eine Anekdote, eine Anregung oder einen nicht zu versäumenden Tipp zu haben. Das Erbe besteht nicht nur aus Steinen, sondern bietet Erinnerungen und den Willen einer Zukunft.















