DAS BERGWERK ‚MINIERA LA GRASTA‘
Nachrichten vom Bergwerk 'La Grasta' gibt es seit der Mitte des 19. Jahrhunderts: Bis zu den '30er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Schwefelmine mit der archaischen Methode “Bögen, Säulen und Futter” abgebaut. Hierbei wurde die Arbeitskraft der sogenannten 'carusi', Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, genutzt, die die Mineralien aus den Tiefen der Erde bis an die Oberfläche transportierten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird eine geneigte Fläche für den Transport des Schwefels mit einer bewegten Winde gebaut, die mit Elektromotor ausgestattet ist. Außerdem wird eine Anreicherungsanlage eingeführt, die aus drei Öfen besteht. In den ’60er-Jahren wird die Schwefelmine erneut eröffnet und mit Strukturen renoviert, die von der E.M.S., der Sizilianischen Bergwerk-Einrichtung, eingeführt werden. Ihr wird die Leitung übertragen, um eine Beschäftigungsquelle für die überflüssigen Arbeiter zu finden. Erst 1987 werden die Minen von 'La Grasta' verlassen und alle Eingänge werden am Ende der '90er-Jahre mit der Methode der Hinterfüllung geschlossen. Heute ist der Bereich der Schwefelmine umzäunt und man hat durch ein Eingangstor mit angrenzendem Pförtnerhaus dazu Zugang. Aus archäologischer Sicht ist 'La Gresta' wegen der ober- und unterirdischen, technisch-modernen Anlagen nicht von besonderem Interesse.















